HTC VIVE Eye – Neue Möglichkeiten durch Eyetracking

Head Mount Displays bieten eine neue Form der Ein- und Ausgabe von Informationen. Durch das Eyetracking kommt hier ein neues Werkzeug hinzu, erweitert das Portfolio der Möglichkeiten für User genauso für Entwickler.

Was bisher nur einzelne Prototypen konnten gibt es nun in Serie: Nach seiner Ankündigung im Januar des Jahres 2019 bringt HTC mit der HTC VIVE Eye ein Virtual Reality Headset mit integriertem Eyetracking auf den Markt. Damit sind die Systeme um eine Ein- und Auslesequelle reicher, revolutionieren die Bildqualität und damit das Erleben in der VR.

Foveated Rendering

Dabei ist das Display nicht einfach besser, hochauflösender oder dergleichen. Stattdessen ermöglicht das Eyetracking die Erfassung dessen, was der User nicht sieht. Diese Grafiken der unbeachteten Stellen müssen nicht berechnet werden, schaufeln entsprechend Kapazitäten für alles andere frei. Dadurch geht das System effizienter mit seinen Ressourcen um, was in einer gesteigerten Qualität mündet.

Doch nicht nur dazu kann Eyetracking hilfreich sein. Genauso ist es eine Möglichkeit der Steuerung von Inhalten. Konkret kann die Interaktion mit Inhalten der virtuellen Realität durch das bloße Ansehen durch den User ausgelöst werden. Dies ermöglicht eine wesentlich intuitivere Steuerung des Programms, verbessert damit das Usererlebnis und bezieht zuletzt Regungen des Users ein, die nicht bewusst sind.

Marktforschung und Prototyping

Eyetracking dient nicht nur der Ein- und Ausgabe von Informationen. Genauso können die Daten auch ausgewertet und auf Basis dessen eine Umgebung optimiert werden. Fragen wie ‚Was sieht der Kunde in unserem Geschäft zuerst?‘ lassen sich so beantworten, bevor das Geschäft real existierend erbaut worden ist. Dies ist ein einfaches Beispiel für das sogenannte Prototyping, mit dem die Blickinformationen des Users aus der VR analysiert und einer Verbesserung des Produktes – in diesem Fall dem 3D Supermarkt – zugeführt werden.

Daran anknüpfend fallen Begriffe wie ‚Costumer Journey‘ – die Reise des Kunden. Diese lässt sich in vielerlei Hinsicht simulieren und optimieren. Aus den Daten des Eyetrackers können Lead Maps generiert werden, mit denen die Ergebnisse des Trackings visualisiert werden. Besonders im Hinblick auf eine Nutzung in der Marktforschung sind diese das Mittel der Wahl. Lead Maps lassen sich vergleichen, statistisch auswerten – schaffen eine Vergleichbarkeit von Erfahrungen, deren Ergebnisse sich Entwickler wiederum zu Nutze machen können.

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